KEINE KINDER IN EINEM VOODOO KONVENT

Couffo, ein Bezirk im westafrikanischen Land Benin.

Hinter den Mauern der vielen Voodoo Konvente in Couffo leben Tausende von Kindern ein anonymes Leben unter äußerst primitiven Bedingungen. Strikt getrennt von Eltern, Verwandten und Schule steht ihr Leben manchmal jahrelang im Zeichen der Gottheit, die im Konvent angebetet wird.  Ihre Tage bestehen aus beten, singen, tanzen und das Studium der Voodoo-Sprache. Für alle diese Kinder markiert der 12. Oktober 2015 den Anfang einer Veränderung. An diesem Tag beschlossen die religiösen und die weltlichen Führer in Couffo den Aufenthalt der Kinder in den Voodoo Konventen auf höchstens drei Monate zu beschränken.

Der Motor hinter diesem besonderen Projekt ist der Jugend-Rechtsvertreter Gilbert Jofin. Dank seiner Person haben im vergangenen Jahr schon mehr als 600 Mädchen und 400 Jungen den Konvent verlassen können. Die meisten dieser Kinder wohnen jetzt bei ihren Eltern und gehen wieder zur Schule.